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Alles neu macht der Mai

Alles neu macht der Mai
Alles neu macht der Mai
© pixabay

„Alles neu macht der Mai“

– ein bekanntes Sprichwort, das den neuen Monat einläutet. Die Natur blüht auf, es verändert sich etwas. Aber ist es tatsächlich so? Ist da noch Hoffnung, dass die Situation, in der wir uns aktuell befinden, „vorbei geht“? Ostern ist bereits einen Monat her, und es stellt sich die Frage ein: Was bleibt davon? Was bleibt von dem, was ich mir in der Fastenzeit vorgenommen habe; was von dem, was Ostern mir offenbart und geschenkt hat? Das Triduum ist recht schnell vorbei, sodass der Alltag einkehrt.

Der Monat Mai ist der Mutter Gottes gewidmet. Ihr kommt eine besondere Verehrung zu. Sie ist der Beginn eines neuen Lebens, das wir an Ostern durch Jesus Christus eröffnet und geschenkt bekommen. Als Jesus am Kreuz auf seine Mutter und auf den Jünger, den er liebte, niederblickte, sagte er: Frau, siehe, dein Sohn – Sohn, siehe, deine Mutter. Es sind immer wieder Worte, die mich persönlich sehr berühren. Es ist der Moment, der mich selbst miteinschließt, sodass ich Maria ebenso Mutter nennen darf. So rückt sie in diesem Monat besonders in den Vordergrund. Und das ist gut so! Durch sie und mit ihren Augen ist es möglich, den Geheimnissen des Lebens Jesu auf die Spur zu kommen.

Aus dem farbenfrohen Aufblühen dieses Monats ergibt sich die Fokussierung auf Maria. Das klassische Liedgut besingt ihre Schönheit und bezeichnet sie selbst als die „reinste Rose“. Durch ihre Reinheit und darin verwurzelten Antwort Gott gegenüber – ihr „Ja“ zu allem, was Gottes Heilsplan vorsieht – ist sie der Beginn des „neuen Frühlings“, des neuen Lebens. Dieses „Ja“ gipfelt in dem Fest von Ostern, im Leiden, Sterben und der Auferstehung Jesu.

Ein Gebet, das schon seit Jahrhunderten gebetet wird, und durch Maria vom Leben Jesu erzählt, ist das Rosenkranzgebet. Der Rosenkranz ist mir persönlich wichtig – gerade dann, wenn ich im Gebet keine Worte finde, ist er mir Hilfe. Papst Paul VI. drückt es in seiner Enzyklika Mense Maoi zum Rosenkranz so aus:

„Maria ist immer die Straße, die zu Christus führt. Jede Begegnung mit ihr wird notwendig zu einer Begegnung mit Christus.“

So kann der Monat Mai Chance sein, sich diesem Gebet noch einmal mehr zu widmen und es in den Alltag miteinzuschließen.

„Alles neu macht der Mai“ – auch, wenn unsere Situation vielleicht aktuell wenig Hoffnung bzw. wenig Neues zulässt, so verlieren wir diese Hoffnung nicht, die uns als Christen auszeichnet – die Hoffnung nämlich, die wir an Ostern geschenkt bekommen. Richten wir den Blick auf die Mutter Gottes in diesen Wochen, die uns Vorbild in einem bedingungslosen „Ja“ und dem furchtlosen Ausharren sein kann. So wünsche ich Ihnen allen einen gesegneten Marienmonat!

Hanna Schäfer, Pastoralreferentin

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