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Lebensbaum-Projekt

Lebensbaum-Projekt
Lebensbaum-Projekt
Der Pfaffenwiesbacher Lebensbaum © Elmar Feitenhansl

Lebensbaum

Hintergrund

Dass 1+1+1 nicht 1 ergibt, dass 1 nicht gleich 3 und 3 nicht gleich 1 ist, wissen schon die Kinder... Ist da der christliche Glaube an einen dreieinen Gott nicht blanker Unsinn? Böse Zungen behaupten ja auch schon lange, dass die Theologen mehr über das Innenleben Gottes wüssten als Gott selbst...

Durch die ganze Religionsgeschichte zieht sich aber eine grundsätzliche Frage, die nur das Christentum vernünftig beantworten kann: Wie kann es sein, dass ein Gott, der für uns ewig unerreichbar in "unzugänglichem Licht" wohnt, somit kein Teil unserer Welt, restlos von ihr verschieden und damit wirklich Gott ist, uns doch aus Liebe ein Leben bei und mit ihm schenken kann...? Eine „Verbindung“ des unendlichen Gottes zur endlichen Welt kann in der Tat nur dann vernünftig erklärt werden, wenn dieser Gott „dreieinig“ ist...

Vielleicht hilft zum besseren Verständnis das folgende Gleichnis, das zugleich auch an unsere alljährlichen Pflanzaktionen erinnert: Mit der Dreieinigkeit ist es wie mit einem unfassbar großen Baum, dessen Wurzeln das ganze Weltall mit unserer Erde umfassen und durchdringen und dessen Ast- und Laubwerk den für uns eigentlich ewig unerreichbaren Wohnbereich Gottes ausfüllt; der Stamm dieses Baumes verbindet die Wurzeln mit dem Ast- und Laubwerk; auch in diesem Baum steigt Grundwasser auf...

Die Wurzeln dieses Baumes stehen für Jesus Christus, der durch seine Menschwerdung, sein Sterben und Auferstehen untrennbar mit unserer Welt verbunden bleibt; das Ast- und Laubwerk symbolisiert Gott selbst; der Stamm als Verbindung zwischen Gott und seinem Sohn verweist auf den Heiligen Geist. Wir Menschen sind das Grundwasser, das durch die Wurzeln und den Stamm in den Wohnbereich Gottes aufsteigen kann. Dadurch, dass Gott ein „Aufsteigen“ in sich aus Liebe zulässt, erhalten wir Anteil an ihm und seinem göttlichen Leben.... Auf diese Weise bleibt Gott nicht unerreichbar für uns, sondern wird für alle, die glauben, zum „Lebensbaum“, in und durch den wir leben... Aber bitte nicht falsch verstehen: Gott ist kein Baum, auch kein unfassbar großer, das Gesagte ist nur ein Gleichnis...

Aber auch wir Menschen können zu einem kleinen "Lebensbaum" werden, der Leben schenkt.

  • Wenn wir erstens unseren fürsorglichen Blick dorthin richten, wo unsere Wurzeln liegen, damit unser Lebensraum nicht verödet und wir selbst nicht absterben - durch einen achtsamen und friedvollen Umgang mit unseren Mitmenschen und durch den Einsatz für die Bewahrung der Schöpfung...
  • Wenn wir uns zweitens aber auch unaufhörlich gen Himmel ausstrecken (wie der Baum mit seinen Ästen), damit wir die Verbindung zu unserem Schöpfer nicht verlieren, der uns jeden Tag im Dasein hält und uns ein erfülltes Leben bei ihm schenken möchte. ---
  • Und wenn wir drittens auf ein gutes Gleichgewicht achten zwischen fürsorglicher Bodenständigkeit (dem "Unten") und himmelwärts gerichtetem Glauben (dem "Oben") und dabei dem Heiligen Geist, dem Beistand und Lebensspender, als Wegweiser vertrauen. Als ein solcher Lebensbaum werden wir niemals entwurzelt werden oder eingehen. Denn der uns liebende Gott verspricht: "Wer an meinen Sohn Jesus glaubt, hat teil an meinem Leben." (vgl. Joh 3,16)

Einladung

Gerne können Sie, wenn die Pfaffenwiesbacher Kirche zu den Gottesdienstzeiten geöffnet ist, ein "Blatt" mit einem Gebetswunsch an unseren Lebensbaum hängen und so all Ihre Anliegen, Sorgen und Nöte, aber auch Ihre Freude und Ihren Dank vor Gott bringen. "Blätter" und Stifte liegen dort bereit. Sie können auch gerne einen Zettel mit einem Gebetswunsch in den kleinen Briefkasten in der Andachtskapelle werfen, den wir dann für Sie an unseren Lebensbaum hängen; Ihr Anliegen tragen wir dann in einem der nächsten Gottesdienste für Sie vor Gott.

Gebet

Guter Gott, Lebensbaum,

Du willst bei uns wohnen,

Du willst bei uns Menschen sein als liebende Mutter, liebender Vater und als Schöpferkraft.

Wir preisen Dich.

Guter Gott, Lebensbaum,

Du willst bei uns wohnen,

Du willst bei uns Menschen sein als geliebter Sohn, als Heiland und Bruder.

Wir loben Dich.

Guter Gott, Lebensbaum, Du willst bei uns wohnen,

Du willst bei uns Menschen sein, als Geist-Kraft, Richtungsweiser und Lebensspender.

Wir danken Dir.

Höre unsere Bitten, die wir hier vor Dich tragen und begleite uns in guten und in schweren Tagen.

Amen.

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Bistum Limburg

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