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Kirchort St. Georg Pfaffenwiesbach/ Friedrichsthal

Der Kirchort St. Georg Pfaffenwiesbach stellt sich vor
Kirchort St. Georg Pfaffenwiesbach/ Friedrichsthal
Kirchort St. Georg Pfaffenwiesbach/ Friedrichsthal

Unser Kirchort liegt inmitten der Erholungslandschaft des Hochtaunus, angrenzend an die Wetterau.

  • Derzeit leben ca. 800 Gemeindemitglieder in den Orten Pfaffenwiesbach und Friedrichsthal.

Wir möchten ein Ort sein, an dem Suchende Gott finden, eine religiöse Heimat für Jung und Alt, Alteingesessene und Neuzugezogene, für Einwohner und Gäste.

Menschen mit unterschiedlichen Charakteren und Mentalitäten bilden hier eine lebendige christliche Gemeinschaft, der auch der Kontakt der Gemeindemitglieder untereinander und mit Menschen von außerhalb wichtig ist.

Im Zentrum unseres vielfältigen Gemeindelebens steht die Botschaft von Jesus Christus, der uns durch sein Sterben am Kreuz in dem einen Geist den Zugang zu Gott geöffnet hat (vgl. Eph 2,18).

Als geschichtlich geprägter Ort ist es auf dieser Glaubensgrundlage unser Auftrag, die wertvolle kirchliche Tradition mit den je neuen Herausforderungen der Gegenwart zu verbinden.

Sie sind herzlich dazu eingeladen, die (von Angst befreiende) Kraft eines Lebens aus dem Glauben bei uns zu erfahren – gerade durch die Mitfeier der Gottesdienste bzw. durch den Empfang der Sakramente.

Durch diese Internetpräsentation haben Sie die Möglichkeit, Näheres über unseren Kirchort, seine Geschichte, seine Gebäude, seine Einrichtungen und v.a. das vielfältige Leben in ihm (u.a. Gottesdienstzeiten, Angebote der Gruppen und Kreise, Ansprechpartner) zu erfahren. Selbstverständlich sind Sie ganz herzlich eingeladen, unser Gemeindeleben je nach Ihren Talenten mitzugestalten.

Ab dem 9. oder 10. Jahrhundert wurden Bewohner des Wiesbachtales wahrscheinlich von der Missionskirche auf dem Johannisberg beim heutigen Bad Nauheim aus missioniert. Im Hochmittelalter zum Erzbistum Mainz und zum Landkapitel „St. Maria ad Gradus“ in Friedberg gehörig, wurde Pfaffenwiesbach 1287 durch die Einsetzung eines plebanus (eines stellvertretenden Hilfsgeistlichen) zur Pfarrei erhoben.

1541 trat die Gemeinde wie ihr damaliger Landesherr zum Protestantismus lutherischer Prägung (1541) über, die wiederum erzwungene Rekatholisierung unter Kurmainzer Herrschaft gegen z.T. erhebliche Widerstände der Bevölkerung fand zwischen 1606 und 1614 statt. Der Dreißigjährige Krieg mit seinen Zerstörungen und Entvölkerungen hat auch für die Pfaffenwiesbacher Kirchengemeinde eine einschneidende Zäsur bedeutet. Nur aus der Folgezeit sind noch wichtige Dokumente und Unterlagen erhalten: Seit Ende des 17. und v.a. ab der Mitte des 18. Jhs. existieren Pfarrei-Rechnungsbücher (ab 1699), Liegenschaftsunterlagen (ab 1697), Kirchenstrafregister (ab 1710), Kirchenbücher (ab 1735), Listen der Küster und Glöckner (ab 1714) uvm. Ein Visitationsprotokoll von 1790 gibt detailliert Aufschluss über die Gestalt der Pfarrei Pfaffenwiesbach zur Zeit der Aufklärung. Nach Herrschaftsantritt der Bassenheimer Grafen kam es zu einem wirtschaftlichen, sozialen aber auch kirchlichen Aufschwung.

Im Zuge des Reichsdeputationshauptbeschlusses von 1803 wurde die Pfarrei Pfaffenwiesbach im Jahr 1828 in das neu errichtete nassauische Bistum Limburg eingegliedert. In der Frühzeit des 19. Jahrhunderts kam es zu einschneidenden sozialen Umwälzungen, die Leibeigenschaft wurde 1808 aufgehoben, durch Missernten verursachte Armut führte zu sozialem Elend, Epidemien brachen aus und ließen gerade bei Kindern die Todesraten in die Höhe schnellen. Das führte zu einer Auswanderungswelle nach Amerika.

Im ausgehenden 19. Jahrhundert kam es zur Gründung mehrerer kirchlicher Vereine und Bruderschaften. Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs veränderte sich die konfessionelle Zusammensetzung der Dorfbewohner. Aus einem – abgesehen von einigen jüdischen Familien – rein katholischen Dorf entstand eine Ortsgemeinschaft, in der ca. 50 % der Einwohner der katholischen, 25 % der evangelischen Kirche und 25 % anderen oder keiner Glaubensgemeinschafte(n) angehören.

Seit 1970 entstanden schrittweise diverse kirchlicher Gruppen, die z.T. bis heute fortbestehen und das kirchliche Leben vor Ort maßgeblich fördern, ein katholischer Kindergarten (heute: „Kindertagesstätte St. Georg“) sowie eine Alten- und Krankenpflegestation (die allerdings vor einigen Jahren mit der Diakoniestation in Wehrheim fusionierte). 1976 wurde das Dorf Friedrichsthal mit seiner Kapelle unserer Kirchengemeinde angegliedert.

Schwerpunkte der Gemeindearbeit ist neben der Arbeit in den noch existierenden kirchlichen Gruppen

  • den Ministrant(inn)en
  • dem Frauentreff
  • dem Eine-Welt-Kreis
  • der Frauengruppe
  • dem ökumenischen Seniorentreff

v.a. auch die Kirchenmusik als Medium der Verkündigung. So ist die Pfaffenwiesbacher Kirchort-Gemeinde nicht nur sehr sangesfreudig, sondern hat auch beginnend mit dem Jahr 2014 kirchenmusikalische Projekte wie die meditative Orgelvesper „Die OASE“ (an jedem ersten Freitagabend im Monat) ins Leben gerufen, mit dem auch dem Gemeindeleben eher Fernstehende angesprochen werden sollen. Mit dem Dorfjubiläumsjahr 2017 wurde auch das Angebot an musikalischen Gottesdiensten, die zugleich ökumenisch ausgerichtet sind, ausgeweitet: Die musikalische Mitternachtsmette am Heiligen Abend z.B. wird mehr und mehr zu festen Bestandteilen des gemeindlichen Lebens. Seit Mitte 2020 gibt es in unserem Kirchort auch Eucharistiefeiern mit musikalischem Akzent. Darüber hinaus bereichern auch Instrumentalsolist(inn)en immer wieder auch unsere Gemeindegottesdienste.

Im November 2019 wurde die Initiative „Familiennetzwerk St. Georg“ initiiert, um engeren Kontakt zu den Familien vor Ort halten und um gerade die jungen Familien bei Projekten stärker in den Blick nehmen zu können. 2021 entstand des Weiteren das "Helfer(innen)-Netzwerk St. Georg", um verschiedene Projekte und Veranstaltungen besser planen und durchführen zu können. 

Einmal im Jahr bietet der Kirchort auch eine Vortragsreihe zu interessanten Themen an (2019 z.B. zum Thema „Klimawandel“).

Erstmals fand 2020 auch ein „Schöpfungstag“ mit einer Baumpflanzaktion statt, mit dem die Kirchengemeinde einen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit und zum Klimaschutz leisten möchte.

Darüber hinaus bestehen natürlich auch punktuelle Angebote für die jüngere Generation:

  • die Sternsingeraktion im Januar jedes Jahres,
  • die „Ferienspiele“ für Grundschulkinder in der ersten Sommerferienwoche und
  • das seit 2017 existierende „Drachen-(Bezwinger)-Fest“ im Herbst, wobei meist auch die KiTa unterstützend mitwirkt.

Die Coronapandemie 2020-21 hat auch unser Gemeindeleben stark ein geschränkt und gleichzeitig nachhaltig verändert. So entstanden in dieser Zeit folgende neue Initiativen:

  • Einkaufshelfer(innen)-Kreis
  • Mini-Post
  • Betreuungsinitiative für Senioren
  • Pfarrbrief-Projekt und Gebetsinitiative
  • Lebensbaum-Projekt
  • Helfer(innen)-Netzwerk
  • Eucharistiefeiern mit Akzent (musikalisch/still).

Ein herzlicher Dank gebührt allen Gemeindemitgliedern, die durch Ihre tatkräftige Mithilfe zu einem lebendigen Gemeindeleben in unserem Kirchort beitragen.

Sehr gespannt sind wir, was die Zukunft für unseren Kirchort noch für Überraschungen bereithält. Im Vertrauen auf Jesus Christus nehmen wir diese Herausforderungen an, denn "Jesus Christus ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit." (Hebr 13,8).

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